Vitamin B12 Mangel: Informationen über Ursachen, Symptome & Behandlung

Das Vitamin B12 und seine Wirkungen auf den menschlichen Körper sind heute in aller Munde. Gleichzeitig ist das Thema Cobalaminmangel gerade heute aktueller denn je. 

Auf dieser Informationsseite finden Sie verständliche und ausführliche Informationen rund um den Vitamin B12 Mangel.

Zudem bieten wir Ihnen mit dem Vitamin B12 Mangel eBook weitere Informationsmöglichkeiten sowie einen exklusiven und innovativen Vitamin B12 Mangel Test.

Laut der Studie der amerikanischen Tuft University weisen ca. 39% der Bevölkerung einen zu niedrigen B12-Spiegel aufDoch was sind die Ursachen für die angesprochene Vitamin B12 Knappheit? Welche Symptome lassen sich dieser Unterversorgung zuordnen? Und wie kann ich einem möglichen Mangel mit all seinen Folgen vorbeugen? Die Antworten auf diese Fragen finden Sie auf unserer Vitamin B12 Informationsseite!

 

Interaktiver Vitamin B12 Test

Der Vitamin B12 Mangel beschäft mittlerweile Jung & Alt. Mit unserem B12 Mangel Test möchten wir Interessierten einen umfassenden, informativen und vor allem interaktiven Ratgeber an die Hand geben.

Was kein Ziel dieses Vitaminmangel-Tests ist: es können grundsätzlich keine Ferndiagnosen und Therapievorschläge für den Einzelfall gestellt werden. Die bereit gestellten Informationen und Inhalte dienen der allgemeinen unverbindlichen Unterstützung des Ratsuchenden. Die Auskünfte ersetzen nicht den Arztbesuch, sie können aber den Dialog zwischen Patient und Arzt sinnvoll ergänzen.

Wir leisten keinerlei Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten, sonstigen Gesundheitsprodukten, Diagnose- oder Therpieverfahren.

Weiterhin warnen wir vor Selbstmedikation. Die hier zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer eigenständigen Auswahl und Anwendung bzw. Veränderung oder Absetzung von Medikamenten, sonstigen Gesundheitsprodukten oder Heilungsverfahren verwendet werden. Bitte fragen Sie hierzu immer Ihren Arzt oder Apotheker!

In den seltensten Fällen von den Ärzten erkannt, ist diese Krankheit ein Meister der Tarnung.

Bei dem einen bildet sie Krebsgeschwüre aus, andere werden psychisch instabil, Kinder haben Konzentrationsstörungen und Lernprobleme, unfruchtbaren Paaren bleibt der Kinderwunsch unerfüllt und Senioren leiden an Alzheimer.

Das sind doch verschiedenste Krankheiten möchten Sie einwerfen? Gewiss, doch viele Ausprägungen gehen entweder direkt auf diese Erkrankung zurück oder werden von ihr maßgeblich gefördert.

Die unsichtbare Volkskrankheit ist der sogenannte Vitamin B12 Mangel. Von den Ärzten oft fälschlicher Weise als „Seniorenleiden“ abgetan, lässt sich die Mangelerscheinung sowohl einfach feststellen als auch leicht therapieren – falls sie rechtzeitig erkannt wird, was oft nicht der Fall ist.

Vitamin B12

Vitamin B12, chemisch auch als Cobalamin bezeichnet, ist ein wasserlösliches Vitamin. Es spielt eine Schlüsselrolle für eine normale Hirnleistung und ein intaktes Nervensystem sowie für die Blutbildung. Bei dem B12 handelt es sich um das bekannteste der insgesamt 8 B-Vitamine. Es ist für gewöhnlich ein wichtiger Baustein im Stoffwechsel einer jeden Zelle im menschlichen Körper.

Geschichte

Eine Vitamin B12 Knappheit kann zu perniziöser Anämie führen. Im Abschnitt Symptome werden wir auf dieses Thema detaillierter eingehen. Die Symptome der perniziösen Anämie, auch Morbus Biermer genannt, lassen sich durch externes Zuführen von Cobalamin in Form von Tabletten oder Spritzen lindern. Diesen Umstand entdeckte George Whipple im Jahre 1920 mehr zufällig als geplant. Bei Tierversuchen erzeugte er eine Anämie bei Hunden und therapierte sie im Anschluss daran mit verschiedenen Lebensmitteln. Er wollte untersuchen, ob es eine bestimmte Gruppe an Lebensmitteln gibt, die eine hervorgerufene Anämie möglichst schnell heilen kann. Und tatsächlich machte er eine damals sensationelle Entdeckung: eine große Menge an zugeführter Leber führte mit Abstand zum schnellsten Heilungsprozess. Seine Hypothese aus diesen Versuchen: der Verzehr von Leber kann unter Umständen perniziöse Anämie heilen.

Nach einer Reihe klinischer Studien waren es George Richards Minot und William Murphy im Jahre 1926, die den speziellen Stoff in der Leber isolieren wollten, der für die Heilung der Anämie bei den getesteten Hunden verantwortlich war. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen: vermutlich war Eisen der Stoff, der für die Genesung verantwortlich war. Gleichzeitig hatten sie selbst große Zweifel an ihren Tests, da verschiedene Inhaltsstoffe der Leber sich bei Hunden und Menschen unterschiedlich auf den Heilungsprozess auswirkten. In den nächsten Jahren wurden Patienten entsprechend der aktuellen Erkenntnisse mit Hilfe von roher Leber und Lebersaft therapiert.

Im Jahre 1928 gelang es dem Chemiker Edwin Cohn einen Extrakt aus der Leber zu isolieren, der sich in Studien 50-100 mal so positiv auf den Heilungsprozess auswirkte als herkömmliche Leberprodukte. Damit war das erste praktikable Vitamin B12 Präparat geboren. Für die Anfangsstudien, die den Weg zu einer Behandlung des Vitamin B12 Mangels aufzeigten, erhielten Whipple, Minot und Murphy im Jahre 1934 gemeinschaftlich den Nobelpreis.

Die genaue chemische Struktur der B12-Moleküle konnte erst im Jahre 1956 mittels moderner Technik erforscht werden. Dorothy Crowford Hodgkin und ihr Team entschlüsselten die Moleküle mit Hilfe von kristallografischen Datensätzen. Der Ansatz, B12 Vitamine in großen Mengen durch Bakterienkulturen produzieren zu lassen stammt aus den 50er Jahren. Das ist gleichzeitig der Grundstein für die moderne Form der Behandlung des Vitamin B12 Mangels.

Aufbau

Um den Aufbau von Vitamin B12 verständlich erklären zu können reduzieren wir den Sachverhalt auf die Kernelemente. B12 ist das Vitamin mit einer der komplexesten chemischen Zusammensetzung. Die Grundstruktur des Moleküls ähnelt einem Ring, ähnlich wie bspw. bei Chlorophyll.

In der Natur und in Präparaten kommt das B12 Vitamin meist in 3 Varianten vor:

a)      Cyanocobalamin:

Diese Ausprägung kommt in dieser Form nicht in der Natur vor, kann jedoch im Körper zu einer aktiven Co-Enzym Form umgewandelt und vom Körper absorbiert werden. Cyanocobalamin lässt sich verhältnismäßig einfach kristallisieren und weist keine Wechselwirkung mit der Umgebungsluft auf. Deshalb findet sich diese Vitamin B12 Variante oft als Zusatzstoff in Lebensmitteln oder in zahlreichen Multivitaminpräparaten. Nichtsdestotrotz ist diese Form nicht absolut identisch mit dem körpereigenen B12. Das reine Cyanocobalamin hat eine tief pinke Farbe.

b)      Hydroxocobalamin:

ist eine weitere Variante des Vitamin B12, die vor allem in der Pharmaindustrie zum Einsatz kommt. Auch das Hydroxocobalamin ist in dieser Form nicht im menschlichen Organismus vorhanden. Dieser Stoff wird durch Bakterien hergestellt. Typischer Weise wird diese Form in einer Wasserlösung für B12 Injektionen bereitgestellt. Man geht davon aus, dass Hydroxocobalamin leichter als Cyanocobalamin in die aktiven Formen von B12 umgewandelt werden kann. Dazu ist es in der Herstellung etwas teurer als Cyanacobalamin und weist gleichzeitig eine längere Speicherzeit im Körper auf. Daher kommt der Stoff in B12 Präparaten zum Einsatz, bei denen eine zusätzliche Absicherung hinsichtlich der Aufnahme von Nöten ist. Bei Injektionen wird das Vitamin B12 als bevorzugte Behandlungsform intramuskulär verabreicht.

c)       Methylcobalamin:

ist die Erscheinungsform des Vitamin B12, die auch typischer Weise im menschlichen Organismus auftritt. In der Leber wird das meiste Methylcobalamin in der Form Adenosylcobalamin (adoB12) gespeichert.

Cyanocobalamin (Vitamin B12) selbst ist eine geruchlose, tief dunkelrote, kristalline Substanz. Cobalamin ist lichtempfindlich und nicht hitzebeständig.

Funktionen im Körper

Vitamin B12 ist ein wahres Schwergewicht unter den Vitaminen, was seine Aufgaben und Funktionen angeht. Im Folgenden haben wir einige Aufgaben von Vitamin B12 im menschlichen Körper aufgelistet:

  • Blutbildung
  • Aufbau des Nervensystems
  • Mitwirkung bei der Bildung der DNS
  • Bildung der Myelinschicht um die Nervenzellen
  • Blutgerinnung
  • Bildung neuer Zellen bzw. Zellteilung
  • Bildung roter Blutkörperchen
  • Eisenverwertung
  • Umwandlung der potentiell gefährlichen Aminosäure Homocystein
  • Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung
  • Bildung des Nerven-Botenstoffes Acetylcholin
  • Aktivierung der Folsäure

 

Mangel-Symptome

Leide auch ich an Vitamin B12 Mangel? Diese Frage stellen sich in den vergangenen Jahren immer mehr Mitbürger.

Ein Vitamin B12 Mangel ist eine ernst zunehmende Krankheit, die zum Beispiel das Risiko, an Demenz zu erkranken, erhöht. Demzufolge ist eine frühzeitige Erkennung des Krankheitsverlaufes und eine entsprechende Medikation unter ärztlicher Aufsicht dringend anzuraten! Die Anzeichen eines B12-Mangels zu erkennen und richtig zu deuten ist jedoch keine leichte Aufgabe.

Mittlerweile sind eine Vielzahl von Vitamin B12 Symptomen wissenschaftlich erforscht und bekannt. Dennoch lässt sich auf Grund einzelner, zutreffender Symptome ein Vitamin B12 Mangel nicht sicher medizinisch attestieren.

 

Mögliche Symptome für eine Vitamin B12 Knappheit

  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Unruhiges Verhalten
  • Blasse Haut
  • Brennen auf der Zunge
  • Eingeschlafene Hände und Füße
  • Muskelschwäche
  • Geruchs- und Geschmacksverlust
  • Potenzstörungen
Mehr über die Symptome eines Vitamin B12 Mangel erfahren!

Vitamin B12 Mangel diagnostizieren

Zur medizinisch korrekten Diagnose eines Vitamin B12 Mangels ist ein Arzt hinzuzuziehen. Neben den Symptomen des Patienten klärt ein Bluttest eindeutig, ob der B12-Spiegel sich im normalen Bereich bewegt oder nicht. Zusätzlich dazu können die Antikörper des intrinsic factors im Blut untersucht werden, um eine perniziöse Anämie auszuschließen oder zu diagnostizieren.

Die aktuellen Bluttests können Schwankungen und Abweichungen bei der Bestimmung des relevanten B12 Wertes aufweisen. Forscher an der Universität von Florida haben vor wenigen Jahren einen B12-Test mit Hilfe eines Blasegeräts entwickelt. Die Menge des ausgeatmeten Kohlenstoffdioxids ist annähernd proportional zu der Menge an Vitamin B12, die sich im Körper des Patienten befindet. Ausgehend davon lassen sich mögliche Mangelerscheinungen diagnostizieren.

Das Fazit der klinischen Studie laut Dr. David Wagner: “die Ergebnisse der Studie zeigen auf, dass der Vitamin B12 Atemtest eine nicht-invasive, spezifische und reproduzierbare Testmethode ist, um einen möglichen Cobalamin-Mangel zu diagnostizieren“.

Dieses Testverfahren könnte innerhalb der nächsten Jahre die Messung eines B12 Mangel für Patienten und Ärzte deutlich vereinfachen. Weitere klinische Studien und entsprechende Zulassungsverfahren sind noch ausständig.

Vitamin B12 ist ein lebenswichtiges Vitamin mit einer essentiellen Bedeutung für die Blutbildung, die Funktion des Nervensystems und die Intaktheit der Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes. Ein Mangel an diesem Vitamin kann zu wesentlichen Störungen der Blutbildung und/oder vielfältigen neurologischen Störungen führen.

Daher ist es erforderlich, in der Praxis verstärkt auf die Möglichkeit eines Mangels an Vitamin B12 zu achten.

Prof. Joachim Schmidt

Deshalb wird der B12 Mangel oft nicht erkannt

Vitamin B12 Mangel gilt selbst heute noch als eine “unsichtbare” Krankheit, selbst wenn Ursachen und Symptome in jedem Medizinbuch eingehend thematisiert werden. In erster Linie gibt es 2 Gründe, die oftmals ein rechtzeitiges Erkennen dieses Vitaminmangels verhindern:

  1. Keine regelmäßigen Tests. Anders als bei anderen Erkrankungen und Vorsorgeuntersuchungen wird von zahlreichen Ärzten immer noch unzureichend auf eine mögliche Vitaminknappheit hin untersucht.
  2. Der kritische Pegel ist zu niedrig angesetzt. Während Ärzte und auch zahlreiche wissenschaftliche Studien ein B12 Level zwischen 200 pg/mL und 350 pg/mL noch als “normalen Bereich” einstufen gehen renommierte B12 Experten, wie etwa S.M. Pacholok, bereits bei einem B12 Spiegel unter 450 pg/mL von einer Unterversorgung aus. Dieser enorme Spielraum kann dazu führen, dass Patienten mit einem B12 Wert, der nahe dem unteren Ende der Skala liegt, noch als normal eingestuft und nicht auf mögliche Behandlungen hingewiesen werden

Die Folgen eines Vitamin B12 Mangels

Gerade ein nicht erkannter und dementsprechend unbehandelt gebliebener B12 Mangel kann für den Patienten dramatische Folgen haben. Angefangen bei Depressionen über Paranoia und Wahnvorstellungen, Gedächtnisverlust, Verlust von Geschmack und Geruch bis hin zu Schwindelanfällen, Panikattacken und Erblindung.

Ein Beispiel aus dem Leben:

Innerhalb von nur 2 Monaten entwickelte ein 62-jähriger Mann folgende Symptome: nadelähnliche, stechende Schmerzen in den Händen, Schwindelanfälle beim Gehen, Schmerzattacken, die Hautfarbe verfärbte sich hin zu einem Gelbton und der einst gesunde Mann wurde immer stärker kurzatmig. Zusätzlich dazu verlor er immer stärker an Körpergewicht.

Das Harvard nahe Massachusetss General Hospital stelle bei der Diagnose eine Unterversorgung mit dem Vitamin B12 fest.

Gesellschaftliche Bedeutung des Cobalaminmangels

Laut der Framingham Offspring Studie, in der Teilnehmer aus den 3 Altersgruppen (26-49 Jahre, 50-64 Jahre, über 64 Jahre) untersucht wurden, betrifft der B12 Mangel nicht nur Senioren. Laut dieser wissenschaftlichen Erhebung war der Prozentsatz der Teilnehmer, die einen Vitamin B12 Mangel aufwiesen, über die Altersgruppen hinweg etwa gleich verteilt.

Eine weitere spannende Erkenntnis: Personen, die das Vitamin B12 über Nahrungsergänzungspräparate oder angereicherte Lebensmittel mehr als 4x pro Woche zusätzlich zuführten hatten wiesen in deutlich weniger Fällen eine B12 Knappheit auf.

Laut einer Studie der Tufts Universität in Boston aus dem Jahre 2000 ist der Vitamin B12 Mangel ist der Gesellschaft deutlich weiter verbreitet, als bisher angenommen. Bei in der Studie getesteten 3.000 Probanten hatten 39 Prozent zu niedrige B12 Werte. Bei dieser Studie galt eine B12 Konzentration von 350 pg/mL als Untergrenze hin zum B12 Mangel.

Aktuelle Studien gehen hierbei sogar noch weiter und setzen die untere Schwelle für ein Cobalamindefizit bei 500–600 pg/mL, wie etwa in den Forschungen von Mitsuyama, Kogoh und Tiggelen angenommen. Vor diesem Hintergrund ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir heute von einem weitaus größeren Teil der Bevölkerung ausgehen müssen, der vom Vitamin B12 Mangel betroffen ist.

Gerade in den Entwicklungsländern ist Cobalaminmangel noch weiter verbreitet als in den Industrienationen, so z.B. in Afrika, Indien und Mittel- und Südamerika. Es wird angenommen, dass dafür in erster Linie der teilweise komplett fehlende Verzehr von tierischen Produkten  und Lebensmitteln verantwortlich ist. Signifikante Studien in diesem Bereich fehlen noch.

Auch bei älteren Menschen lässt sich vermehrt ein B12 Mangel feststellen. Dies liegt dabei nicht am Ess- oder Ernährungsverhalten, sondern oft an einer Gastritis Erkrankung, die die Absorption des Vitamins zu großen Teilen verhindert.

Eine weitere bahnbrechende Erkenntnis aus der Tufts-Studie ist, dass “die Studie keinerlei Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch und unterschiedlichen B12 Werten feststellen konnte”. In dem Artikel rund um die Mangelerscheinung bei Nicht-Veganern gehen wir vertieft auf dieses Thema mit einigen Praxisbeispielen ein.

Bei 26,4% der Frauen zwischen 25 und 34 Jahren liegt die Zufuhr von Vitamin B12 mit der Nahrung unterhalb der Referenzwerte.

Ursachen des Mangels

Wenn man sich gesund ernährt kann ein B12-Mangel doch gar nicht vorkommen – denken viele Menschen. Doch die Ursache kann unterschiedlicher Natur sein. Hier eine kurze Übersicht möglicher Ursachen für die Mangelerscheinung:

  • Erhöhter Cobalamin Verbrauch, z.B. während der Schwangerschaft oder Narkose
  • Unausgewogene Ernährungsweise
  • Alkoholismus
  • Mangel oder fehlendes Transportprotein
  • Genetische Disposition
  • Fehlen des intrinsischen Faktors (intrinsic factor)
  • Abnehmender intrinsischer Faktor im Alter

Die angesprochenen Ursachen für eine Vitamin B12 Knappheit sind wie dargestellt lediglich Möglichkeiten. Ein Vegetarier hat nicht zwangsläufig einen Vitamin B12 Mangel, jedoch kann er durch sein Ernährungsverhalten in die Risikogruppe für einen B12-Mangel fallen.

Mehr über die Ursachen von Vitamin B12 Mangel erfahren!

Vorbeugen ist besser als Heilen.

Dieses alte Sprichwort trifft auch bei der Prävention eines Vitamin B12 Mangels voll ins Schwarze. Bedingt durch das aktuelle Ernährungsverhalten ist die optimale Versorgung mit dem Vitamin B12 bei einigen Patienten nicht mehr gegeben. Hier empfiehlt es sich, diese Vitamin-Unterversorgung schon frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern – bevor schwerwiegende Symptome, Beschwerden und Krankheiten, wie etwa Gastritis, auftreten.

Vitamin B12 ist vor allem in tierischen Lebensmittel, wie etwa Muskelfleisch, Fisch, Eiern oder Käse vorhanden. Abgesehen von einigen Ausnahmen lässt sich in pflanzlichen Lebensmitteln meist keine ausreichende Menge für eine geregelte Vitamin Versorgung finden.

Um einem Vitamin B12 Mangel vorzubeugen, der auf Grund einer zu niedrigen oralen Zufuhr entsteht, zeichnen sich vor allem 2 Wege ab:

Umstellung der Ernährung

Um dem Körper die empfohlene Tagesdosis an Vitamin B12 zuzuführen besteht die Möglichkeit, die eigene Ernährungsweise entsprechend anzupassen und umzustellen. Hier ist darauf zu achten, dass durch eine langfristige und kontinuierliche Umstellung der Ernährung auch eine Unterversorgung von anderen Vitaminen oder Nährstoffen beachtet wird.

Nahrungsergänzung

Nicht nur Vegetarier und Veganer, sondern immer mehr Menschen greifen auf Nahrungsergänzungsmittel natürlicher oder synthetischer Art zurück, um Ihren Vitaminhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. So bewerten in einer Studie 54 Prozent der deutschen Befragten Vitamine als “am wichtigsten für ihre Ernährung.” Nach einer Umfrage aus dem Jahre 2010 verwendet jeder 5. Deutsche Vitaminpräparate oder Nahrungsergänzungsmittel.

Erfahren Sie hier mehr über eine Vorbeugung und Vitamin B12 Präparate!

 

Vitamin B12 Mangel Behandlung

Wenn die oben genannten Symptome bei Ihnen zutreffen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dieser wird gegebenenfalls den Vitamin B12 Mangel feststellen und medizinisch korrekt therapieren. Eine frühe Erkennung der Mangelerscheinung sowie eine schnelle Behandlung sind bei einem Vitamin B12 Mangel sehr wichtig.

Zur medikamentösen Therapie eines Vitamin B12 Mangels werden in erster Linie Arzneimittel in Tablettenform herangezogen. Mögliche hierbei verabreichte Wirkstoffe sind zum Beispiel Cyanocobalamin und Hydroxocobalamin. Diese Form der Behandlung wird in erster Linie dann eingesetzt, wenn lediglich die zugeführte Menge von Vitamin B12 unter dem empfohlenen Tagesbedarf liegt und der Verdauungstrakt das Vitamin B12, aus der chemischen Gruppe der Cobalamine, absorbieren kann.

Dieser Fall trifft oft bei Vegetariern oder Veganern zu, die sich fleischlos ernähren und somit den benötigten Vitamin-B12-Bedarf aus anderen Quellen decken müssen.

Alternativ bzw. ergänzend dazu besteht die Möglichkeit einer intermuskulären Verabreichung des benötigten Vitamin B12 in Form von Injektionen, sprich Spritzen. Diese Behandlungsform kommt dann bei Patienten zum Tragen, wenn der Körper das mit der Nahrung aufgenommene Vitamin B12 nicht mehr oder nicht mehr vollständig aufnehmen kann.

Während einer B12-Behandlung mit Hilfe von Injektionen werden i.d.R. zunächst ca. 6 Injektionen verabreicht, eine alle 2-4 Tage. Dadurch wird der Vitamin B12 Speicher im Körper binnen kürzester Zeit wieder aufgefüllt. Sobald der Körper das lebensnotwendige Vitamin in der Leber speichern kann sollte dieses unterstützend zugeführte Cobalamin den Organismus für einige Monate ausreichend versorgen. Im Anschluss wird – wenn medizinisch notwendig – die B12 Zufuhr von außen weiter fortgesetzt, entweder wieder per Spritzen in einem Abstand von 1-3 Monaten oder mit Hilfe von B12-Präparaten, wie etwa Cyanocobalamin-Tabletten, Lutschpastillen oder seit einiger Zeit auch bspw. angereicherte Zahnpasta. Das darin enthaltene Cyanocobalamin wird vom Körper in die aktiven Formen Methylcobalamin und 5-Deoxyadenosylcobalamin aufgeschlossen. Ein Unterschied im Bezug auf die Aufnahmefähigkeit und Bioverfügbarkeit zwischen Cyano- und Methylcobalamin ist in der Forschung nicht bekannt.

Dennoch ist die Aufnahmefähigkeit für Vitamin B12 durch die limitierten Rezeptorenplätze begrenzt. So wird vom Organismus bspw. bei dem oralen Zuführen einer Nahrungsergänzung mit 500 μcg Methycobalamin nur etwa 65 μcg auch tatsächlich absorbiert (Quelle).

Der exakte Behandlungsablauf ist abhängig von Ihren Symptomen und dem Ausmaß des im Blutbild festgestellten Mangels. Eine ärztliche Beratung wird Ihnen hier nähere Auskünfte verschaffen.

Sollte der Patient eine perniziöse Anämie ausgebildet haben so kann eine Vitaminzufuhr bzw. Aufnahme über Injektionen auf Dauer von Nöten sein. Nebenwirkungen sind dabei aktuell kaum bekannt, die Behandlung dient lediglich zur Sicherstellung einer geregelten Cobalamin-Versorgung.

Da der individuelle Bedarf an Vitamin B12 von Mensch zu Mensch variiert sollte eine solche Behandlung immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Mehr über die Behandlung und Therapie eines Vitamin B12 Mangel erfahren!

 

Sehenswerte Kurzinformation zum Vitamin B12 Mangel

 

Wissenschaftliche Quellen und empirische Studien

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